
Zurück zum Sommer: Die höchste Temperatur
des Sommers wurde in dem aktiv belüfteten Stahlungsschutz an meiner
Station am 16. Juli um 16.22 Uhr mit 33,5 °C erreicht. Die kälteste
Temperatur des Sommers wurde am 29. August um 2.13 Uhr mit 7,3 °C gemessen.
Am Boden waren es zu der Zeit sogar nur 6,1 °C. Sommertage (Tage mit
einer Höchsttemperatur von mindestens 25,0 °C) wurden 15 erreicht
(Juni: 6; Juli 4; August: 5). Der 16. Juli war der einzige heiße
Tag (Tage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 30,0 °C).
Letztes Jahr gab es zum Vergleich 13 heiße Tage im Sommer. Die 20-Grad-Marke
wurde an 18 Tagen im Juni, 18 Tagen auch im Juli und 23 Tagen im August
erreicht.
Der Sommer hatte zwei Starkregentage (Tage mit mehr als 20 mm Niederschlag)
im Gepäck: 26. Juni mit 25,8 Litern pro Quadratmeter und der 24. Juli
mit 44,8 Litern pro Quadratmeter.
Von der Sonne wurden wir in allen drei Monaten unterdurchschnittlich
verwöhnt. Im Juni gab es 194,6 (87,0 %), im Juli 181,7 (91,1 %) und
im August 195,7 Sonnenstunden (96,7 %).
Bemerkenswert war am 26. Juni noch das Orkantief "Uriah", das in Neumünster
zwar nur für eine Windböe von 54,7 km/h (7 Beaufort) gesorgt
hat, aber auf Helgoland 400 Tagesgäste festsitzen ließ. Bisher
ist ein Orkantief im Juni noch nicht aufgetreten, da die Temperaturunterschiede
zwischen den Subtropen und der Polarregion normalerweise zu niedrig sind,
damit sich solche gewaltigen Tiefdruckgebiete bilden können. Dieses
Jahr ist es aber überraschenderweise passiert. Das Orkantief "Uriah"
reihte sich in eine Kette sehr starker Tiefdruckgebiete ein, die schon
im Juni eine Tendenz für den Sommer ankündigten: Ein starkes
Auftreten der Tiefdruckgebiete auch in unserem Bereich, die mit westlichen
Winden immer wieder Regenwolken zu uns schicken wollten. Das ist ihnen
auch fast durchgängig bis heute gelungen. Zwischendurch konnten sich
höchstens für ein paar Tage Hochdruckgebiete halten oder es reichte
nur für ein Zwischenhoch.
Dieses Jahr traf die Siebenschläferregel ein, aber auch die britischen
Forscher, die uns mit 80%-iger Wahrscheinlichkeit einen zu warmen Sommer
prognostizierten hatten mit ihrer Aussage Recht.
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