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Orkan "Emma"
02.03.2008: Der Orkan "Emma" fegte vom 29. Februar bis zum 2. März über Deutschland hinweg, wobei er zum meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März seine volle Stärke zeigte. Dabei kam es auf dem Hamburger Flughafen zu einem Zwischenfall mit dem A320 Suhl der Lufthansa, als dieser von einer kräftigen Böe beim Landeanflug seitlich erfasst wurde und mit der linken Tragfläche die Landebahn berührte. Die Piloten starteten noch mal durch und konnten dann beim zweiten Landeanflug sicher landen. Erstaunlicherweise wurde dieser Zwischenfall erst nicht in den Medien bekannt gegeben, obwohl bereits am 1. März zahlreiche Infos in Internetforen dazu gefunden wurden. Erst am Nachmittag und Abend des 2. März tauchte diese Meldung dann auch in den breiten Medien auf.

Quelle: YouTube

  In Deutschland kamen trotz rechtzeitiger Warnungen sechs Menschen durch die Wucht von "Emma" ums Leben, in Europa waren es mehr als 15. Dabei konnten bei "Emma" sogar stärkere Böen als bei "Kyrill" gemessen werden. Auf dem Wendelstein wurden nämlich 222 Kilometer pro Stunde gemessen. Bei "Kyrill" war die höchste gemessene Böe 202 Kilometer pro Stunde ebenfalls auf dem Wendelstein.
  In Neumünster wurde eine Böe von 82,6 Kilometern pro Stunde gemessen, was allerdings weniger als bei "Kyrill" war, der eine Böe von 93,3 Kilometern pro Stunde brachte. Das ist auch der Gesamteindruck vom Orkantief "Emma" im Vergleich zu "Kyrill": Örtlich war zwar "Emma" deutlich stärker, aber insgesamt "harmloser" als "Kyrill".
  "Emma" hinterließ in Nordrhein-Westfalen rund eine Million Festmeter Sturmholz, wobei besonders das Sauerland und der Kreis Siegen-Wittgenstein getroffen wurden. In Brühl fuhr ein ICE um etwa 5.30 Uhr am 1. März gegen einen umgestürzten Baum. In Osterhofen (Niederbayern) wurde die Kirchturmspitze der Asambasilika von Kloster Altenmarkt beschädigt und ins Dach der Basilika geschleudert.

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