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Wetterchaos in Deutschland?
03.01.2003: "Das Wetter in Deutschland spielt verrückt!", so klingt es in fast jedem Fernsehsender und Radiosender an diesem Freitag in Deutschland. Doch was ist an dieser Aussage dran? Ist das Wetter jetzt verrückt?
Die Situation an diesem Tag war eigentlich nichts ungewöhnliches: Eine Luftmassengrenze lag über Deutschland, im Norden gab es die Kälte und im Süden die milde Luft, dazwischen lag die Zugbahn der Tiefdruckgebiete. So zog am Donnerstag ein Sturmtief von den Beneluxländern nach Deutschland rein und sorgte in der Mitte von Deutschland für extreme Regenmengen an der Luftmassengrenze. Im Süden Deutschlands gab es, aufgrund der der großen Luftdruckunterschiede zwischen dem Tiefdruckkern und der Umgebung, einen heftigen Sturm oder sogar Orkan mit örtlichen Windböen von 200 km/h. Im Norden, so auch in Neumünster, konnte die Kaltluft von Skandinavien mit einem Nord- bis Nordostwind für einen Wintereinbruch sorgen.
Die Folgen dieser Wettersituation konnte man sich eigentlich ausmalen: Der Norden Deutschlands bekam Schnee, das kennen die Norddeutschen eigentlich nicht; der Süden bekam Sturm, das kennen die Süddeutschen eigentlich auch nicht und die Mitte Deutschlands bekam Regen und damit Wassermengen und Überflutungen, das ist für die Mitte besonders dramatisch, da im August 2002 schon die große Flut weite Teile der Mitte Deutschlands überflutet und eine Spur der Verwüstung hinter sich zog.
Also alles andere als harmlos. Der Süden Deutschlands klagte über zahlreiche Stromausfälle, umgeknickte Bäume und abgehobene Dächer. Die Mitte musste wieder schlimme Überflutungen durch die Flüsse hinnehmen und dagegen hat der Norden das "verrückte Wetter" doch ganz gut überstanden.

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