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Schafskälte
04.06.2006: Die Schafskälte kam dieses
Jahr schon etwas verfrüht und sorgte für ungemütliches und
recht kühles Schmuddelwetter rund um den meteorologischen Sommeranfang.
Seit der zweiten Maihälfte dominiert wechselhaftes Wetter mit vielen
Schauern in Mitteleuropa, das durch eine ausgeprägte Westwindwetterlage
verursacht wurde. Zum meteorologischen Sommeranfang konnte sich diese Wetterlage
sogar noch etwas extremer ausbilden. So setzten sich die Tiefs "Lella"
und Mona" im Nordosten von uns fest und das Hoch "Ulrich" im Westen. Dadurch
konnte sehr kühle Luft polaren Ursprungs nach Deutschland kommen und
in den Mittelgebirgen und am Alpenrand für Neuschnee bis auf 800 Meter
herab sorgen. Auch im Flachland war es ungewöhnlich kühl mit
verbreiteten die Temperaturen, die nur zwischen 8 und 15 Grad lagen. So
fiel auch Pfingsten im Jahr 2006 eher unterkühlt aus und konnte nicht
mit sommerlichem Wetter überzeugen. Aber ein kräftiges Hoch ist
für das zweite Juniwochenende in Sicht. Ob es wirklich zu durchdringen
und seine Stärke behaupten kann, wird man in einer Woche sehen. Zu
wünschen wäre es uns in jedem Fall. Schließlich hat die
Wetterstation Neumünster noch immer keinen Sommertag im Jahr 2006
registrieren können, was seit Aufzeichnungsbeginn 1999 noch nie so
spät der Fall war.
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