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Die Elbe läuft über...
09.04.2006: Im August 2002 schwellt die Elbe nach einem Vb-Tief, das große Niederschlagsmengen brachte, schnell und hoch an. Die Folge: Die "Jahrhundertflut" sorgt für Zerstörung und traurige Geschichten von vielen Personen, die an der Elbe ihre Häuser stehen haben. Einige wenige verlassen gleich die Elbregion, aber andere bleiben, weil sie nur so die finanzielle Unterstützung vom Staat bekommen. Sie bauen an gleicher Stelle alles wieder neu auf. Aber wurde aus den Fehlern bei der Flut vor vier Jahren auch gelernt? Wurde in den vier Jahren genug zur Sicherheit der Häuser und Menschen unternommen? Lebt man jetzt im Einklarg mit der Natur? Teilweise kann man diese Fragen mit einem "Ja" beantworten, aber leider nicht überall. Die Elbe ist nach dem starken Tauwetter und dem Regen Ende März und Anfang April 2006 wieder über die Ufer getreten. Dieses Mal nicht ganz so schlimm an der Oberelbe, dafür aber höher als 2002 an der unteren Elbe. Ein historischer Rekordpegel wurde in Hitzacker in Niedersachsen gemessen.

© Hans Uve Düver | Internetwetter -wissen, wie das Wetter wird-
Die Elbe bei Geesthacht, das nicht direkt durch das Hochwasser gefährdet ist - Foto von Hans Üve Düver.

  Die Altstadthäuser von Lauenburg an der Elbe werden jetzt wieder durch die Elbfluten gefährdet. Der Pegel liegt dort aktuell bei gut 9,1 Metern. Die Höchststände werden hier in ein, zwei Tagen erwartet. Einige Deiche in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen drohen jetzt zu brechen, da sie teils veraltet sind, wie beispielsweise im rechtselbischen Amt Neuhaus. Noch bis Ostern muss an der unteren Elbe noch mit der Hochwassersituation gekämpft werden, meinen Experten. Leidtragende Stadt dieser Flut ist auch wieder das niedersächsische Hitzacker. Dort steht die gesamte Altstadt unter Wasser, weil die Jeetzel dort in die Elbe fließt und sich jetzt aufstaut. So kam es, dass die Stadt von allen Seiten von Wasser umschlossen wurde. An der oberern Elbe laufen seit Tagen bereits die Aufräumarbeiten auf Hochturen, während man damit an der unteren Elbe wohl erst nach Ostern richtig loslegen kann. Hoffentlich werden aus dieser Flut die richtigen Schlüsse gezogen, denn es wird sicher nicht die letzte Flut mit diesem Ausmaß für dieses Jahrhundert gewesen sein. Auch wenn schon wieder viele von einer "Jahrhundertflut" sprechen, muss man schon bald wieder mit solchen Wassermassen an der Elbe rechnen. Durch Kanalbauten und Abschottung von Auen wurde die Elbe eingesperrt und bei jedem etwas höheren Wasserstand sorgt das jetzt schon für eine Katastrophe. Da die Modellrechnungen für die Zukunft der Elbe häufiger solche Fluten berechnet haben, dies wurde gerade im Februar bei dem ersten Extremwetterkongress verkündet, sollte man jetzt schnell Maßnahmen ergreifen, die dem Fluss wieder Freiheit geben.
  Dresden ist mit einem blauen Auge davongekommen, da hier nur kleinere Teile überflutet wurden. Beeindurckende Hochwasserbilder vom Terrassenufer aus Dresden hat Uwe Mohr machen können:

© Uwe Mohr | Internetwetter -wissen, wie das Wetter wird-
Dresden: Das Terrassenufer steht unter Wasser, dahinter ist die Frauenkirche zu sehen.

© Uwe Mohr | Internetwetter -wissen, wie das Wetter wird-
Tickets an diesem Kartenhaus zu kaufen wird schwierig sein.

© Uwe Mohr | Internetwetter -wissen, wie das Wetter wird-
Dresdens Altstadt steht teilweise unter Wasser - der bildhafte Beweis.

© Uwe Mohr | Internetwetter -wissen, wie das Wetter wird-
Die Fahrt mit einem Dampfschiff auf der Elbe fiel ins Wasser.

© Uwe Mohr | Internetwetter -wissen, wie das Wetter wird-

© Uwe Mohr | Internetwetter -wissen, wie das Wetter wird-
Die Straße am Terrassenufer in Dresden ist unpassierbar.

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