Die Elbe bei Geesthacht, das nicht direkt durch
das Hochwasser gefährdet ist - Foto von Hans Üve Düver.
Die Altstadthäuser von Lauenburg
an der Elbe werden jetzt wieder durch die Elbfluten gefährdet. Der
Pegel liegt dort aktuell bei gut 9,1 Metern. Die Höchststände
werden hier in ein, zwei Tagen erwartet. Einige Deiche in Mecklenburg-Vorpommern
und Niedersachsen drohen jetzt zu brechen, da sie teils veraltet sind,
wie beispielsweise im rechtselbischen Amt Neuhaus. Noch bis Ostern muss
an der unteren Elbe noch mit der Hochwassersituation gekämpft werden,
meinen Experten. Leidtragende Stadt dieser Flut ist auch wieder das niedersächsische
Hitzacker. Dort steht die gesamte Altstadt unter Wasser, weil die Jeetzel
dort in die Elbe fließt und sich jetzt aufstaut. So kam es, dass
die Stadt von allen Seiten von Wasser umschlossen wurde. An der oberern
Elbe laufen seit Tagen bereits die Aufräumarbeiten auf Hochturen,
während man damit an der unteren Elbe wohl erst nach Ostern richtig
loslegen kann. Hoffentlich werden aus dieser Flut die richtigen Schlüsse
gezogen, denn es wird sicher nicht die letzte Flut mit diesem Ausmaß
für dieses Jahrhundert gewesen sein. Auch wenn schon wieder viele
von einer "Jahrhundertflut" sprechen, muss man schon bald wieder mit solchen
Wassermassen an der Elbe rechnen. Durch Kanalbauten und Abschottung von
Auen wurde die Elbe eingesperrt und bei jedem etwas höheren Wasserstand
sorgt das jetzt schon für eine Katastrophe. Da die Modellrechnungen
für die Zukunft der Elbe häufiger solche Fluten berechnet haben,
dies wurde gerade im Februar bei dem ersten Extremwetterkongress verkündet,
sollte man jetzt schnell Maßnahmen ergreifen, die dem Fluss wieder
Freiheit geben.
Dresden ist mit einem blauen Auge davongekommen, da hier nur
kleinere Teile überflutet wurden. Beeindurckende Hochwasserbilder
vom Terrassenufer aus Dresden hat Uwe Mohr machen können:
Tickets an diesem Kartenhaus zu kaufen wird schwierig
sein.
Dresdens Altstadt steht teilweise unter Wasser
- der bildhafte Beweis.
Die Fahrt mit einem Dampfschiff auf der Elbe fiel
ins Wasser.
Die Straße am Terrassenufer in Dresden ist
unpassierbar.