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Schneller als Schumi
10.10.2004: Mit Spitzengeschwindigkeiten
bis zu 180 km/h näherte sich Taifun 22 der Formel-1-Rennstrecke in
Suzuka. Die Veranstalter der Formel 1 gingen auf Nummer sicher: Aus Angst
vor dem Taifun „Ma on“ hat die Formel 1 erstmals in ihrer Geschichte eine
Qualifikation am Sonnabend für einen Großen Preis abgesagt.
Die überflutete Rennstrecke wurde am Freitag aus Sicherheitsgründen
für den kompletten Sonnabend gesperrt. Suzuka ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke.
Am ersten Trainingstag in Japan hatten aber selbst die routiniertesten
Piloten mit dem Wetter ihre liebe Not. Die Vorboten von Taifun 22 brachten
heftigen Regen und Windstöße, deren sich die 600 Kilogramm schweren
Wägen kaum erwehren konnten. Wäre der Wirbelsturm auch am Renntag
noch nicht abgezogen, stände der Formel-1-Tross vor einem Problem,
das es in der Geschichte erst ein einziges Mal zu bewältigen galt.
1985 musste der Grand Prix von Belgien abgesagt werden. Heftige Regenfälle
verwandelten die frisch asphaltierte Strecke in den Ardennen in eine Eisfläche.
Den Nachtrag im September entschied damals Ayrton Senna für sich.
Als die Dunkelheit kam, wurde das Fahrerlager sturmfest gemacht. Sehr bedrohlich
ist das Unwetter an die japanischen Hauptinsel Honshu herangezogen mit
Windgeschwindigkeiten von über 300 km/h. Im Fahrerlager liefen die
Wetter-Computer heiß und die Teams trafen sich zu Krisensitzungen.
Schon 80 Menschen sind in diesem Jahr Opfer der Naturgewalten geworden
- zuletzt forderte „Meari“ am 30. September 16 Menschenleben. Es war bereits
der achte Taifun, der in 2004 das japanische Archipel getroffen hatte.
So oft hintereinander haben die Naturgewalten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen
noch nicht zugeschlagen.
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