14.08.2005: Schmuddelwetter zu den Hundstagen
löst nicht nur bei den Urlaubern und Sonnenhungrigen unwohle Gefühle
aus, sondern auch bei den Landwirten. Denn die Hundstage, normalerweise
berühmt für ihren heißen und trocknen Charakter, sind die
Haupterntezeiten für Getreidesorten und andere landwirtschaftliche
Produkte. Damit das Getreide trocken beim Ernten und Dreschen ist und die
Ähren noch richtig reifen können, sollte es sonnig und trocken
sein. Doch im Jahr 2005 war es Ende Juli und die erste Augusthälfte
alles andere als sommerlich. Ganz Deutschland war von diesem herbstlichen
Wetter betroffen, so kamen die Temperaturen tagelang nicht über die
20-Grad-Marke und häufig regnete es. Schuld daran war, dass ein Tiefdruckgebiet
nach dem anderen von Westen über Mitteleuropa hinweg ziehen konnte
und sich kein blockierendes Hochdruckgebiet bildete, das die Kette unterbrechen
könnte. Doch ab Mitte August kam dann noch mal der Sommer zurück.