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Sturmtief "Jan"
22.12.2003: Die private Wetterstation Neumünster konnte am Sonntag, den 21. Dezember 2003 einen neuen Luftdruckrekord aufstellen, da der Tiefdruckkern vom Sturmtief "Jan" direkt über Schleswig-Holstein gezogen ist. Das Barometer zeigte am frühen Nachmittag für wenige Minuten einen Wert von 971 hPa an, das ist seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1999 der niedrigste Luftdruck an dieser Station. Da sich Schleswig-Holstein direkt im Kern des Sturmtiefs befand, konnten auch kaum hohe Windgeschwindigkeiten registriert werden.
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Quelle: Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum des DLR, Oberpfaffenhofen
Sturmtief "Jan" vom Satelliten aus am 21.12.2003 um 12:56 beobachtet
Das Sturmtief "Jan" sorgte in Schleswig-Holstein lediglich für geringe Schäden, ganz anders sah es da in in West- und Ostdeutschland aus: Wegen umgeknickter Bäume waren mehrere Straßen gesperrt worden, außerdem fielen in zahlreichen Städten Dachziegel von den Häusern und Baugerüste stürzten ein. In Gütersloh kippte ein Überleitungsmast um und sorgte für einen mehrstündigen Stromausfall in Ostwestfalen. In Berlin wurde für zwei Stunden der wetterbedingte Ausnahmezustand ausgerufen. Bei Böen bis Windstärke 11 rückte die Feuerwehr rund 200 Mal aus. Ein Weihnachtsmarkt in Berlin-Mitte musste geräumt werden, weil ein eingerissenes Blechdach abzustürzen drohte. Auch der Verkehr auf den Autobahnen war von Sturmtief "Jan" betroffen. So führten orkanartige Winde und Hagelschauer auf der A 27 bei Walsrode (Niedersachsen) zu zahlreichen Unfällen. Eine schwere Windböe verursachte auf der A 61 in Rheinland-Pfalz einen Unfall, bei dem fünf Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. In den Mittelgebirgen sorgte der neuerliche Wintereinbruch teilweise für ein Verkehrschaos. In den Höhenlagen des Sauerlandes (Nordrhein- Westfalen) kamen die Autofahrer häufig nur im Schneckentempo voran. Obwohl "Jan" in die Liste mit dem tiefsten Luftdruck eingehen wird, hielten sich seine Schäden in Grenzen, aber der nächste Sturm kommt bestimmt.

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