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Hochwasser in Bayern, Österreich und der Schweiz
26.08.2005: Trotz rechtzeitiger Warnungen vieler Wetterdienste konnten die Wassermassen an zahlreichen Orten nicht zurückgehalten werden. Ganze Regionen wurden in Südbayern, der Schweiz und Österreich unter Wasser gesetzt. Dabei kam es zu Erdrutschen, weggespülten Straßen, verschwundenen Schienen und zerstörten Häusern. Es wurden häufig Niederschlagsmengen von über 100 mm innerhalb von 24 Stunden registriert, die das Hochwasser und die anderen Folgen auslösten. Das Hochwasser kam so unverhofft, sodass viele Menschen in ihren Häusern eingesperrt wurden und nur noch von Booten oder Hubschraubern befreit werden konnten. Auslöser der Überschwemmungen war mal wieder eine Vb-Wetterlage (sprich: "fünf b"). Dabei braut sich über dem warmen Mittelmeer ein Tiefdruckgebiet zusammen, das eine Zugbahn nach Nordosten einschlägt. Da sich in der warmen Luft viel Feuchtigkeit ansammeln kann und diese jetzt auf dem Weg in kühlere Gebiete nicht mehr in der Luft im gasförmigen Zustand gebunden werden kann, fängt es heftig an zu regnen. Besonders kritisch ist es aber, dass sich das Tief kaum vom Fleck bewegt und so sein ganzes gesammeltes Wasser fast ausschließlich über einer Region "ablässt". Im August 2002 war auch eine Vb-Wetterlage für das schlimme Elbhochwasser verantwortlich. Solche gefährlichen Vb-Wetterlagen treten besonders im Juli und August auf, da nur dann das Tief über dem Mittelmeer die nötige Temperatur hat so viel Wasser aufzunehmen. Durch die Hochwasserkatastrophe kam es zu Schäden im zweistelligen Millionenbereich. Die Aufräumarbeiten werden wohl noch Wochen dauern.

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