Was sind "weiße Weihnachten"? Irgendwann
dachten sich mal die Postkartenhersteller und Prospekteentwerfer, dass
Weihnachten in weiß viel schöner aussieht. Diese Kombination
wurde auch von der heutigen Medienwelt aufgegriffen und die Frage nach
"weißen Weihnachten" ist zum jährlichen Ritual geworden.
Was man jedoch als "weiße Weihnachten" bezeichnet ist nicht festgelegt.
Muss es am heiligen Abend "weiß" sein oder reicht es auch, dass es
nur am 2. Weihnachtstag etwas geschneit hat, damit man Weihnachten als
"weiß" bezeichnen kann. Muss an Heiligabend, am 1. und 2. Weihnachtstag
Schnee liegen? Für die große Bevölkerung ist es wohl am
interessantesten, ob Heiligabend Schnee liegt. Doch für die meisten
Statistiken, wie z.B. auch der vom DWD, gilt, dass an einem der drei Tage
eine Schneedecke von mindestens einem Zentimeter morgens um 7 Uhr liegen,
muss damit das Jahr mit "weißen Weihnachten" in die Aufzeichnungen
eingehen kann.
2005 hatte somit offiziell nur südlich des Mains und in
den Mittelgebirgen für eine "weiße Weihnacht" sorgen können,
denn der Schnee, der am 26. dann doch noch im Laufe des Tages Dank des
Tiefs "Georg" kam, fiel erst nach dem morgendlichen Erfassungstermin um
sieben. Kurz vor Weihnachten hatte milde Luft vom Atlantik die vorher kalte
Luft weit in den Süden gedrängt und in allen Regionen Deutschlands
die Schneedecken weg- oder zusammenschmelzen lasssen. Somit fiel Heiligabend
verbreitet Regen statt dem verbreitet gewünschten Schnee. Über
die Festtage konnte dann das Hoch "Carmen" in Verbindung mit dem Tief "Georg"
aber kalte Luft aus dem Norden anzapfen und uns in Mitteleuropa doch noch
den "Traum von der weißen Weihnacht" bringen. Viele hätten sich
sicher über "weiße Weihnachten" auch schon an Heiligabend gefreut,
aber ein Berufsstand war ganz sicher glücklich, dass es "grün"
blieb: Die Winterdienste!