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Tornados und Gewitter im Märzen
27.03.2006: Nachdem der März 2006 lange Zeit sehr kalt und ungemütlich war, konnte am 27. März zum ersten Mal so richtig der Frühling gespürt werden. Milde, ja teilweise sogar schon warme Temperaturen meldeten die Wetterstationen in Deutschland. Dabei zogen einzelne Schauer über Deutschland hinweg, die hier und da auch von Blitz und Donner begleitet wurden. Doch mit vielen heftigen Gewittern am Abend haben nur die wenigsten gerechnet.
  Seit Tagen zeichneten sich in den Modellen zwar Gewitter ab, die in weiten Teilen Deutschlands auftreten sollten, aber dass sie für Tornados und heftige Extremwetterbedingungen sorgen werden, hat wohl kaum jemand vorher vermutet. Am Nachmittag zog eine erste schwächere Gewitterkette von West nach Ost über Norddeutschland hinweg. Auch in Süddeutschland kam es örtlich zu Gewittern. Doch gegen Abend verdunkelte sich der Himmel in Norddeutschland erneut und die zweite "Gewitterfront" des Tages kündigte sich an. Zuerst meldeten Bremen und Niedersachen heftige Sturmböen, Starkregen, Hagel und auch den ersten Tornado bei Bremerhaven. Dann erreichten die Gewitter die Millionenstadt Hamburg und sorgten für ein Chaos und leider auch für zwei tote Kranführer. Drei Kräne im Hamburger Binnenhafen wurden von dem Tornado erfasst und zu Boden gerissen. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und auch die Stromversorgung konnte für viele Hamburger nicht mehr gesichert werden. Polizei und Feuerwehr waren pausenlos im Einsatz.

© Internetwetter -wissen, wie das Wetter wird-
Die Hamburger Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz...

Neben vielen Unfällen auf den Autobahnen und Straßen, fielen Ampeln aus, U- und S-Bahnen blieben stehen, Keller liefen voll und Häuser oder Hochspannungsleitungen mussten gesichert werden. Die ganze Nacht waren zahlreiche Hilfskräfte im Einsatz um in der teils dunklen Stadt wieder etwas Ordnung herzustellen und Plünderungen zu verhindern. Betroffen von den Tornadoschäden war vor allem der Stadtteil Harburg.
  Aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wurden von den Gewittern getroffen. So liefen in Neumünster zahlreiche Keller voll, nachdem es sehr stark geregnet hatte. In Kiel, Haseldorf, Tornesch, Rellingen und Preetz schlugen Blitze in mehrere Häuser und Bäume ein. In Mecklenburg-Vorpommern wurde einige Dächer abgedeckt und ein paar Baumäste abgeknickt. Verletzte gab es den beiden Bundesländern glücklicherweise nicht.
  Mehr zu dem Tornado von Hamburg finden Sie unter www.naturgewalten.de und auch in der Tornadoliste von Thomas Sävert: www.tornadoliste.de

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