Seite drucken!

zur Homepage...
Sturm im Juni!
27.06.2007: Stürme sind im Herbst, Winter oder Frühjahr nichts Außergewöhnliches. Im Juli und August traten in den letzten Jahren auch schon mal Stürme auf, aber noch nicht im Juni. Orkantiefs im Hochsommer sind die absolute Ausnahme, denn sonst treten nur hohe Windgeschwindigkeiten in Verbindung mit Gewittern auf. Gestern und heute hatten wir es allerdings mit dem Orkantief "Uriah" zu tun. Bäume, die jetzt natürlich voller Laub sind, konnten teilweise den Sturm- und Orkanböen nicht Stand halten und knicken um oder entwurzelten. Planen und Baugerüste wurden umgeweht. Gestern waren besonders die Hochlagen der Mittelgebirge und die Nordseeregion betroffen, heute dann auch der Ostseeraum, während sich die Situation an der Nordsee allmählich entspannte. In der Nacht zu heute wurden in Nordfriesland verbreitet 11 Beaufort gemessen, heute Morgen traf es dann die Ostsee von Fehmarn bis nach Rügen. Begleitet wurde der Sturm von intensiven Regenfällen. So fielen in Neumünster beispielsweise innerhalb von 24 Stunden 38,8 Liter auf den Quadratmeter, an anderen Orten war es noch deutlich mehr, sodass es nicht überraschend ist, dass Keller voll liefen und die Feuerwehren viele Einsätze haben. Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland sitzen unterdessen 400 Tagesgäste unfreiwillig fest, weil die Schifffahrt wegen des Sturms für mehr als einen Tag eingestellt werden musste. Morgen geht es dann aber wieder zurück auf's Festland. Damit haben wir einen außergewöhnlichen Sturm überstanden, der in Neumünster gerade mal für eine 7-Beaufort-Böe (54,7 km/h) gesorgt hat.

...zurück