31.08.2005: Den Hurrikan "Katrina" werden
wohl viele ihren Lebtag nicht vergessen. Eingestuft als Hurrikan der höchsten
Kategorie fünf erreichte er am 29. August das US-amerikanische Festland
und richtete eine Spur der Verwüstung an. Windgeschwindigkeiten von
bis zu 250 km/h haben die Wetterflieger gemessen. Besonders hart hat es
New Orleans getroffen. Im Vorwege wurden alle Bewohner der Stadt aufgefordert
sie zu verlassen und weiter ins Landesinnere zu fahren. Doch die armen
und ärmeren Menschen konnten sich eine Fahrt nicht leisten und blieben
in der Stadt. Als Unterkunft wurde das Sportstadion "Superdome" zur Verfügung
gestellt. Als dann der Hurrikan New Orleans erreicht, stürzten Teile
des Stadiondachs zusammen und an vielen Stellen brachen die Deiche, die
die Stadt vor den Wassermassen schützen sollten. Da 70 % der Stadtfläche
unterhalb des Meeresspiegels liegt, bedeutet ein Dammbruch die fast vollständige
Überflutung. Deshalb war der "Superdome" auch keine sichere Unterkunft
mehr und er musste evakuiert werden, was sich sehr schwierig gestaltete.
Erst im Laufe des 31. August konnte vermeldet werden, dass das Wasser nicht
höher steigt. Doch zu diesem Zeitpunkt waren bereits die meisten Teile
der Stadt meterhoch überflutet. Strom- und Wasserversorgungen fehlten,
Straßen und Zufahrtswege sind nicht passierbar und die Stadt wird
von Plünderungen heimgesucht, deshalb wurde sogar in zwei Landkreisen
Kriegsrecht ausgerufen. Notlager ähnelten Flüchtlingslagern in
Entwicklungsländern. Allein im Bundesstaat Louisana wurden mehr als
eine Million Menschen obdachlos. Aber auch die Bundesstaaten Mississippi
und Alabama wurden schwer getroffen. So sieht ein etwa hundert Kilometer
langer Küstenabschnitt östlich der Stadt New Orleans in Mississippi
aus wie nach einem Atombombenangriff, meinte der Gouverneur Haley Barbour.
Selbst riesige Gebäude seien einfach so verschwunden. Man rechnet
damit, dass die Menschen einen Monat lang nicht in Ihre Häuser zurückkehren
können, außerdem wird es lange Zeit keine Kommunikationsverbindungen
geben. Hurrikan "Katrina" wird von vielen einstimmig als die schwerste
Naturkatastrophe der USA eingestuft. Auch auf Deutschland hat der Hurrikan
seine Auswirkungen, so kletterten die Spritpreise gleich um häufig
mehr als zehn Cent nach oben, da auch viele Ölplattformen im Golf
von Mexiko beschädigt oder zerstört sind. Die Börsianer
und die Öl-Multis ergriffen die Chance um die Preise anzukurbeln.
Vor zwei Tagen lag an dieser Neumünsteraner
Tankstelle beispielsweise der Preis für einen Liter Super noch bei 123,9 Cent...